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Works 2005


THREE CITIES FOR CHINA (2004)

Images:

The three cities



Three brand new cities
based on the subway maps of
Vienna, London and Paris.

by Stephan Doesinger

Ich kannte den Weg bereits obwohl ich zum ersten mal in Hip City war. Ich wollte nicht abgeholt werden, sondern mit der U-bahn in die Stadt fahren.
Bei der Ankunft auf Hip City Airport war mir sofort klar, daß mir diese neue Stadt gefallen würde. Obwohl ich weder der Chinesischen Schrift noch der Sprache kundig war, wußte ich auf Anhieb wo die wichtigste Galerie der Stadt war.

Die Stadt wurde auf der gleichen U-bahn Struktur aufgebaut wie London. Das war auch nicht weiter verwunderlich. warum sollte man es nur dabei belassen den westlichen Lifestyle, westliche Produkte und Ideen zu kopieren?

Von Tot Ten Ham nach Cam Den waren es nur einige Stationen. Es gab dort zwar zwar weder eine Architectural Association noch ein Park Cafe`und in der Gegend wo das alte Crown-Estate Haus stehen könnte, stand eine riesige Textilindustrie. Damals wurden Tan Ja und ich kurz vor Weihnachten aus dem Haus rausgeschmissen, weil es verkauft wurde. Der Boden war schräg, ständig hatte es rein geregnet - wir hatten eine schöne Zeit.

Ein paar Stationen weiter, dort wo ich jeden Morgen zu Ro Nar Ads` Studio zu Fuß lief, war hier in Hip City ein Industrie Komplex und ein Business Park.
Überhaupt hatten weder die Straßen noch deren Verläufe etwas mit London zu tun. Während Londons Straßen auf den zugeschütteten Flüssen, die die Themse speisten, aufgebaut waren, hielt man sich hier weitgehend an orthogonale Raster. Der Lauf des Flusses war auch mehr oder weniger künstlich reguliert. In der U-Bahn war alles anders als ich es gewohnt war und doch war es vertraut. Am nächsten Abend war ich in dem noblen Vorort Brix Ton zu einer Party eingeladen. Ein rauschendes Fest mit neureichen Leuten, die ich schon aus Rapid City kannte.

Für den Galleristen, der in Not Ting Hil lebte, war Hip City nicht nur eine ideale Stadt der lebendigen Erinnerung. Aber eigentlich schwärmte er dann nur noch von den ökonomischen Vorteilen, die das fast identische U-Bahn Netz
für die beiden Städte mit sich brachte.
Gott sei Dank gab es Reiswein bis zum Umfallen und später eine wilde Party in der Nachbarschaft.



 

 

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